Adler
Georg Schroeter

Sozialstaat am Limit: Zwei Drittel der Deutschen sehen Finanzierungsproblem

Forsa-Umfrage bestätigt wachsende Zweifel am Sozialstaat

 

 

Der Sozialstaat steht unter massivem Druck – und die Bürger spüren es längst. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage für den „Stern“ halten 64 Prozent der Deutschen den Sozialstaat in seiner heutigen Form für nicht mehr finanzierbar. Nur 34 Prozent widersprechen dieser Einschätzung. Zwei Prozent äußerten sich nicht. Befragt wurden am 5. und 6. Februar 2026 insgesamt 1.006 Personen, die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.

Damit teilt eine klare Mehrheit die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, der bereits im Sommer 2025 erklärte: „Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar.“

Für Georg Schroeter ist das keine Überraschung. „Seit Jahren warnen wir davor, dass unser Sozialstaat strukturell überdehnt ist. Jetzt bestätigen es die Bürger selbst. Das ist ein politisches Alarmsignal“, so Schroeter.

Besonders deutlich fällt das Ergebnis bei AfD-Anhängern aus: 84 Prozent sehen ein Finanzierungsproblem. Auch 79 Prozent der Unionswähler teilen diese Einschätzung. Selbst bei SPD-Wählern liegt die Zustimmung bei 58 Prozent. Dagegen sehen 57 Prozent der Grünen-Anhänger und 66 Prozent der Linke-Wähler keine grundsätzlichen Probleme.

Sozialstaat zwischen Anspruch und Realität

 

Die Zahlen zeigen: Die Debatte über den Sozialstaat ist längst keine Randdiskussion mehr. Sie reicht tief in alle politischen Lager hinein. Gleichzeitig wurden viele konkrete Reformvorschläge aus der Union – etwa zur Teilzeit oder zum Zahnersatz – von den Bürgern in anderen Umfragen abgelehnt. Das Problem ist also erkannt, die Lösung bleibt umstritten.

Schroeter formuliert es deutlich: „Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem. Jeder weiß, dass das System so nicht weiterlaufen kann – aber niemand traut sich, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.“

Der Sozialstaat finanziert sich aus Steuern und Beiträgen der arbeitenden Bevölkerung. Doch die demographische Entwicklung verschärft die Lage: Immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen. Gleichzeitig steigen Sozialausgaben kontinuierlich an. Ohne strukturelle Reform droht eine dauerhafte Überlastung öffentlicher Haushalte.

Hinzu kommt eine politische Entwicklung, die Schroeter seit Jahren kritisiert: „Wenn ein System immer weiter ausgeweitet wird, ohne die Finanzierung zu sichern, dann ist das keine soziale Politik, sondern Verantwortungslosigkeit.“

Leistungsgerechtigkeit statt Überdehnung

 

In der AfD-Fraktion wird seit Langem ein Kurswechsel gefordert. Der arbeits- und sozialpolitische Sprecher René Springer verweist darauf, dass immer mehr Menschen Leistungen beziehen, ohne entsprechend eingezahlt zu haben. „Das System ist aus dem Gleichgewicht geraten“, heißt es aus der Fraktion.

Schroeter betont in diesem Zusammenhang: „Ein Sozialstaat hat nur dann Zukunft, wenn er auf Leistungsgerechtigkeit, Eigenverantwortung und klaren Regeln basiert. Wer Hilfe wirklich braucht, muss sie bekommen. Aber ein System, das Fehlanreize setzt, gefährdet sich selbst.“

Die Umfrage zeigt deutlich: Das Vertrauen in die langfristige Tragfähigkeit des Sozialstaates schwindet. Wenn zwei Drittel der Bürger die Finanzierbarkeit bezweifeln, ist das mehr als eine Momentaufnahme. Es ist ein Warnsignal.

„Der Sozialstaat darf nicht zum Selbstzweck werden“, so Schroeter abschließend. „Er muss den Menschen dienen – nicht Ideologien. Wenn wir ihn erhalten wollen, brauchen wir Ehrlichkeit, Reformwillen und den Mut, Fehlentwicklungen klar zu benennen.“

Zu meinen Reden im Deutschen Bundestag:
https://www.georg-schroeter.de/bundestag/reden/

Und weiteren Beiträgen auf unserer Netzseite:
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